Weltmarktführer für B2B-Integrationsdienstleistungen

Die Auswirkungen

B2B Integration

Wie funktioniert das? Wie nutzt man es in der Praxis? Die Herausforderungen Die Auswirkungen

Hilfestellung für Wettbewerbsvorteile

Der Einzelhandel

Zu den größten Herausforderungen in der Einzelhandels-Beschaffungskette gehört die Vermeidung von Fehlbeständen. Überlegen Sie folgendes Szenario: Wenn Sie in einem Geschäft einen gewünschten Artikel nicht vorfinden, gehen Sie zur Konkurrenz, kaufen eine andere Marke oder kaufen gar nichts. Keine dieser Entscheidungen ist aus Sicht des Einzelhändlers oder seiner Lieferanten wünschenswert.

In den letzten Jahren haben Einzelhandelsunternehmen und ihre Lieferanten begonnen, sich mit neuen Maßnahmen gegen Fehlbestände zu rüsten: Sie tauschen vermehrt Daten über Lagerbestände, Nachfrageprognosen und Absatz aus. Ein Beispiel: Durch den Austausch von Kassentransaktionsdaten können Lieferanten mitverfolgen, welche Bevorratungseinheiten an welchen Tagen in welchen Filialen gekauft werden. Anhand der Absatzmengen (und den entsprechenden Versandmengen der letzten Zeit) können die Lieferanten erkennen, welche Produktbestände bald aufgefüllt werden müssen, um einen Fehlbestand zu vermeiden. Einzelhändler, denen seltener Produkte ausgehen als ihrer Konkurrenz, haben nicht nur loyalere Kunden, sondern erzielen auch höhere Umsatzerlöse. B2B-Integrationstechnologien vermeiden aber nicht nur Fehlbestände weitgehend, sondern können auch zur beschleunigten Einführung neuer Produkte, zur zeitgleichen Umsetzung von Preisänderungen und zur Senkung der Lieferkettenkosten genutzt werden.

Die Fertigungsindustrie

In den letzten beiden Jahrzehnten haben führende Hersteller der Flugzeugbau-, Automobil-, Hochtechnologie- und Investitionsgüterbranche sich zunehmend zum Outsourcing von Geschäftsbereichen entschlossen. Auftragsfertiger, Spediteure, Zollagenturen und Logistikdienstleister übernehmen heute viele Aufgaben in der Lieferkette, die früher von den Herstellern selbst wahrgenommen wurden. Ergänzend zum Outsourcing haben diese Hersteller ihre Lieferketten mit Hilfe neuer Technologien neu aufgestellt.

Um Kosten zu senken, haben viele Hersteller mit ihren Lieferanten Vendor-Managed-Inventory- (VMI) und Konsignationsarrangements getroffen. Um den Fluss von Material und Bauteilen durch die Lieferkette zu beschleunigen, wurden vielfach Cross-Docking- und Streckenbelieferungsmodelle eingeführt. Eigenfakturierungs- und Vorauszahlungsmodelle werden mit zunehmender Häufigkeit angewendet, um das Nettoumlaufvermögen zu optimieren. Alle diese Geschäftsmodelle gelten als Wettbewerbsvorteile. Um jedoch die entsprechenden Prozesse im großen Maßstab realisieren zu können, ist die B2B-Integration der Geschäftspartner unabdingbar.

Ohne den Austausch von Verbrauchsdaten in annähernder Echtzeit sind VMI-Modelle nicht funktionsfähig. Ohne elektronische Sendungsverfolgungs- und Wareneingangsprozesse sind Eigenfakturierung, Cross-Docking und Streckenbelieferung nicht möglich. Und ohne elektronische Fakturierung wären vorzeitige Zahlungen kaum hilfreich.

Die Finanzdienstleistungsbranche

Finanzinstitute, die eine relativ breite Auswahl an elektronischen Zahlungsmodalitäten anbieten, genießen im Vertrieb einen Wettbewerbsvorteil. Banken, die mit ihren Kunden schneller Verbindung aufnehmen und sie an ihre elektronischen Zahlungsverarbeitungssysteme ankoppeln können, verzeichnen höhere Umsatzerlöse. Je schneller sich Verbindungen herstellen lassen, desto eher können die Geschäftstransaktionen beginnen und Einlagen getätigt werden.

Gesellschaftlicher Nutzen

Es mag zunächst überraschen, aber B2B-Integrationstechnologien sind durchaus auch ökologisch nachhaltig. Das lässt sich belegen:

B2B-Technologien schaffen eine wesentliche Voraussetzung für die Überwindung einiger zentraler Herausforderungen, mit denen der öffentliche Sektor ebenso wie die Privatwirtschaft heute zu kämpfen haben. OpenText ist an manchen dieser Initiativen direkt, an anderen indirekt beteiligt. Doch hier geht es nicht um uns, sondern darum, wie B2B-Integrationstechnologien uns helfen, kritische Probleme unserer Zeit zu bewältigen.

Innere Sicherheit in den USA

Kein Schiff, Lkw, Eisenbahnwaggon oder Flugzeug kann in die USA gelangen, ohne dass das „Department of Homeland Security“ die elektronischen Fracht- bzw. Passagierunterlagen kontrolliert. So verlangt eine US-Vorschrift das sogenannte „Importer Security Filing“ (ISF), d. h., wer Waren einführt, muss mindestens 24 Stunden vor dem Verladen der Fracht in ein die USA ansteuerndes Schiff bestimmte EDI-Dokumente (B2B-Technologie) an die Zoll- und Grenzschutzbehörden einsenden. Anhand dieser Vorabinformationen über die Fracht, ihr Ursprungsland und ihren Bestimmungsort können die US-Beamten mögliche terroristische Bedrohungen leichter erkennen.

Reduzierung des CO₂-Profils

Jahr für Jahr tauschen Unternehmen, die Teil einer Lieferkette sind, mehr als 40 Milliarden Transaktionen aus. Viele dieser Transaktionen zwischen Geschäftspartnern finden auf Papierbasis statt, d. h. per Fax oder Post. Würde man diese Lieferkettentransaktionen automatisieren, bräuchte erheblich weniger Papier hergestellt, transportiert und entsorgt werden.

Würden alle 40 Milliarden Lieferkettentransaktionen per E-Commerce ausgeführt werden, würden man gut eine Million Tonnen CO₂ einsparen, was den jährlichen Abgasen von 206.672 Pkw bzw. einem Benzinverbrauch von ca. 1,6 Mrd. Litern bzw. 8,9 Mio. Barrel Rohöl entspricht.

Reform des Gesundheitswesens in den USA

Jedes Jahr verschwendet das Gesundheitswesen Milliarden an Verwaltungskosten. Expertenschätzungen zufolge verschlingt in den USA die Verwaltung 15 Cent jedes für die Gesundheit aufgewendeten Dollars, z. B. durch papierbasierte Bearbeitung von Versicherungsansprüchen und Zahlungsvorgängen. Nur 40% der Versicherungsprüfungen, ärztlichen Überweisungen, Krankenversicherungsabrechnungen, Zahlungsbestätigungen und ähnlichen Geschäftsvorgänge zwischen den Erbringern von Gesundheitsdienstleistungen und den Zahlern werden in den USA auf elektronischem Wege abgewickelt. Würde man diesen Anteil von 40% auf 90% steigern, könnte das Gesundheitswesen 6 Mrd. US-Dollar einsparen.

Kleinere Unternehmen

Seit dem Beginn der weltweiten Finanzkrise 2008 haben viele kleinere Unternehmen mit Cashflow-Problemen zu kämpfen. Eine der Hauptursachen ist die Verlängerung der Zahlungsfristen ihrer Großkunden. Viele große Einkaufsabteilungen haben von netto 30 oder 45 Tagen auf netto 90 oder gar 120 Tage umgestellt. Banken bieten diverse Factoring- und Lieferkettenfinanzierungsprodukte an, die Lieferanten zu schnellerer Bezahlung ihrer Rechnungen verhelfen können, bisweilen innerhalb von nur zehn Tagen. Diese Prozesse sind jedoch abhängig von elektronischen Fakturierungstechnologien, die ihre Bearbeitung beschleunigen. Leider werden bis heute in Europa und anderen Regionen der Welt weniger als 10% aller Rechnungen elektronisch verarbeitet. Würden diese B2B-Technologien bereitwilliger angenommen, ließe sich der Cashflow kleinerer Unternehmen beschleunigen und die Wettbewerbsposition dieser Unternehmen in der globalisierten Wirtschaft verbessern.

1. Die Schätzungen über die Umweltauswirkungen wurden anhand des „Paper Calculator“, Version 3.2, des Environmental Paper Network errechnet. Weitere Informationen finden Sie auf www.papercalculator.org.

Der Nutzen für die Wirtschaft

Reduzierung der Staatsschulden in Europa

Etwa 16% des BIP der EU in Höhe von 1,5 Mrd. Euro pro Jahr gibt die öffentliche Hand für Waren und Dienstleistungen aus. Aufgrund papierbasierter Prozesse ist der Bearbeitungszyklus von der Beschaffung bis zur Bezahlung vielfach ineffizient und birgt erhebliches Optimierungspotenzial. Durch Automatisierung der Lieferantenregistrierung, der Anlage von Bestellungen und der Rechnungsbearbeitung ließen sich die Verwaltungskosten um bis zu 25% senken.

Sowohl auf Landes- als auch auf regionaler Ebene laufen in der EU zahlreiche Initiativen zur Förderung des elektronischen Handels. Viele Länder haben Verordnungen erlassen, die von allen Lieferanten der öffentlichen Hand elektronische Rechnungen verlangen. Des Weiteren arbeiten mehrere Länder an der Harmonisierung des Registrierungs- und Ausschreibungsprozesses für Lieferanten von Behörden.

Schutz vor Steuerhinterziehung in Lateinamerika

Lateinamerika gilt weithin als der Zukunftsmarkt mit dem größten Wachstumspotenzial. Was die Entfaltung dieses Potenzials hemmt, ist die Schattenwirtschaft in dieser Region: Viele kleinere und mittlere Firmen unterlaufen das Arbeitsrecht, die geltenden Vorschriften und die Steuergesetzgebung. Länder wie Mexiko, Brasilien, Argentinien und Chile haben in jüngster Zeit neue Steuervorschriften erlassen, die elektronische Rechnungen (und damit B2B-Technologien) zur Pflicht machen.

Die neuen E-Fakturierungs-Prozesse sollen den Zoll- und Steuerbehörden das Erkennen von Steuerbetrug erleichtern. Im Fall Brasiliens schätzen Experten, dass das Land 1,5% schneller wachsen könnte, wenn es gelänge, die Steuerhinterziehung in den Griff zu bekommen und einen größeren Teil der Volkswirtschaft von legitimen Geschäftspraktiken zu überzeugen.

Beschleunigung internationaler Handelstransaktionen in Asien

Durch den gezielten Einsatz von B2B-Integrationstechnologien wie EDI konnten Länder wie Singapur und Hongkong die Effizienz ihrer See- und Flughäfen erheblich steigern. Infolgedessen ist es ihnen gelungen, mehr ausländische Direktinvestitionen von multinationalen Konzernen ins Land zu holen.

Bei Entscheidungen über die Standorte zukünftiger Werke, Distributions- und Logistikzentren meiden große Unternehmen Länder mit extremen Dokumentationsanforderungen und umständlicher Zollbürokratie. Wo Frachtbriefe, Handelsfakturen, Zolldeklarationen und Stücklisten elektronisch eingereicht werden können, entfällt für Handelsgesellschaften die Notwendigkeit, Mitarbeiter in Behörden zu entsenden, um – nach stundenlangem Schlange Stehen – Unterlagen abzugeben. In den letzten Jahren haben mehrere Zukunftsmärkte in Zentralasien, im Nahen Osten und im südlich der Sahara gelegenen Afrika EDI-basierte internationale Handels-Gateways eingeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Häfen zu verbessern und attraktiver für ausländische Investoren zu werden.

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