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Es braucht eventuell einige Zeit, bis sich der Nutzen von EPC-Programmen zeigt, aber wenn der Nutzen von Investitionen durch Partner, Lieferanten und Kunden in die Infrastruktur von Lesegeräten abhängt, dann könnte der Nutzen sehr lange auf sich warten lassen. Indem sie das bestehende E-Commerce-Netzwerk nutzen, das in der Logistikkette bereits eingesetzt wird, können Unternehmen ihre EPC-fähigen Programme unabhängig von ihren Partnern einführen.
Aktuelle EPC/RFID-Programme befassen sich entweder mit der Logistik entlang der Lieferkette („Wo ist es?“), oder mit der Logistik auf der Verkaufsfläche („Befindet sich das Produkt im vorderen oder im hinteren Teil des Geschäfts?“). Diese Informationen werden heute anhand elektronisch übertragener Standard-Geschäftsdokumente ausgetauscht, aber die Systeme zur Übermittlung solcher Dokumente „vertrauen“ auf andere Quellen, d.h. sie haben keine direkte Möglichkeit, logistische Ereignisse zu „beobachten“. Ein Geschäftsmitarbeiter könnte zum Beispiel damit beginnen, das System in Bezug auf neu eingetroffene Ware zu aktualisieren, und dann abgelenkt werden – und somit die Aktualisierung nie vervollständigen.
Der Vorteil von EPC/RFID ist, dass Ereignisse auf automatische Weise beobachtet werden. Ein Tag wird von einem bestimmten Lesegerät entweder „ausgelesen“ oder nicht „ausgelesen“. In der Annahme, dass der Standort des Lesegeräts bekannt ist, wissen Sie auch, dass sich die etikettierte Kiste, Palette oder Einheit vermutlich zwischen einem und drei Metern davon entfernt befindet, was die Genauigkeit drastisch erhöht.
Die Lösung besteht in der Verbindung beider Netzwerke (EPC und E-Commerce), wobei die EPC/RFID-Infrastruktur mit dem herkömmlichen dokumentenbasierten E-Commerce interagiert. Wenn beispielsweise eine Bestellung zum Versand „kommissioniert“ wird, dann kann der EPC von jedem Objekt dem Lieferschein hinzugefügt werden (der Lieferschein ist ein wichtiges elektronisches Dokument, das in zahlreichen Lieferketten eingesetzt wird). Wenn eines der mit einem bestimmten Lieferschein verknüpften EPCs am Tor des Ladedocks ausgelesen wird, dann wird der Lieferschein dem Kunden versandt.
Während die Ware entlang der Lieferkette fließt, werden zahlreiche Logistikunternehmen über keine RFID-Funktionalität verfügen, sondern die logistischen Versanddokumente auf elektronischem Weg übermitteln. Wenn Sie den Standort eines bestimmten EPC-Codes ermitteln wollen, kann die Software den EPC-Code dem Lieferschein zuordnen und den „elektronischen Dokumentenpfad“ verfolgen.
Bei Eintreffen der Ware beim Kunden (der RFID-fähig ist), kann der gesamte Wareneingangsprozess auf RFID-Basis erfolgen – im Rahmen dessen die Empfangsbestätigung (und vielleicht sogar die Zahlung) an den Lieferanten ausschließlich auf das Auslesen der Tags beruht. Sowohl der Kunde als auch der Lieferant werden auf die Informationen der ausgelesen Tags und der elektronischen Dokumente zugreifen können.
Um dies zu realisieren, muss eine saubere Integration zwischen der RFID-Middleware und dem System erfolgen, das elektronische Dokumente verarbeitet – üblicherweise ein B2B-Messaging Broker wie GXS Enterprise Gateway. Des Weiteren muss eine Datenbank zur Abfrage von EPCs und Warensendungen zur Verfügung stehen. Die RFID-Middleware kann daraufhin die Daten (üblicherweise im XML-Format) an einen Datenkonverter zur Umwandlung in das geeignete Format (X12, EDIFACT, RosettaNet, usw.) übermitteln. Ebenso müssen die RFID-Middleware und/oder der B2B-Broker von einem EPC zu einem offenen Auftrag senden können und umgekehrt.
Die GXS Lösung beruht hier auf eine Partnerschaft mit epcLösungen (für RFID-Middleware). epcLösungen liefert die RFID/EPC-Infrastruktur und eine Datenbank bekannter Tags und Warensendungen. Die Software von epcLösungen ist in der Datenkonvertierungs- und B2B-Messaging-Infrastruktur des GXS Enterprise System integriert. Bei jedem Ereignis werden Daten in das für den Handelspartner geeignete Format konvertiert und über den B2B-Broker übermittelt.